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Wir über uns

Sich selbst zu beschreiben, ist ja immer ein wenig schwierig. Eine gute Beschreibung gab's aber im Tivoli-Echo Nr. 3 der Saison 2003/2004:


Alemannia-Fans in Köln haben es nicht ganz leicht: Ständig werden sie mit irgendwelchen Böcken konfrontiert, und jedes Heimspiel ist für sie eine Auswärtsfahrt. Doch seit einiger Zeit sind für die Schwarz-Gelben am Rhein die Dinge etwas einfacher geworden: Verbunden im Fanclub "Kölsche Alemannen" gehören einsame Fahrten zu Heim- und Auswärtsspielen für sie der Vergangenheit an. "Sich vor der Bahnfahrt im Brauhaus zu treffen und erst mal ein Kölsch zu trinken - so macht die Unterstützung unseres geliebten Klömpchensclubs doppelt so viel Spaß", sagt Gründungsmitglied Sascha Ruf, der als gebürtiger Aachener seit 1993 in Köln lebt.

Doch die Aktivitäten beschränken sich nicht nur auf den gemeinsamen Besuch der Aachen-Kicks: Die Kölschen Alemannen veranstalten Feiern zu Saisonabschluss, zur Saisoneröffnung und zu Weihnachten. Bei fast allen Auswärtsspielen der Alemannia hängt die Zaunfahne in den Stadien der 2. Liga. Im Mai ließen die Exil-Alemannen nicht nur eigene Schals herstellen, sondern erreichten auch einen völlig unerwarteten 3. Platz beim Werner-Fuchs-Gedächtnis-Turnier der Tivoli-Flames. Seit Februar gibt es eine eigene Yahoogroup als Kommunikationsmedium und seit kurzem eine Internetpräsenz, die vollständig aus den eigenen Reihen entstanden ist und noch ständig erweitert wird.

Begonnen hat alles Ende 1999, wie sonst, mit einer Verabredung zu ein paar Kölsch über das Alemannia-FanForum. Offizielle Gründung war dann schließlich 2002, als die Notwendigkeit bestand, dem Ganzen einen festeren organisatorischen Rahmen zu geben. "Wichtig ist uns, dass wir keine Vereinsmeierei betreiben: Ein Kölscher Alemanne wird, wer zu uns passt", sagt Sascha Ruf. "Unser Fanclub basiert auf freundschaftlichen Verbindungen, die auch über das Hobby Fußball hinausgehen, und da kann man sich auch mit den stolzen 12 Euro Jahresbeitrag nicht einkaufen." Seitdem haben sich insgesamt 15 Mitstreiter gefunden, fast alles gebürtige Öcher, die der Alemannia auch im Kölner Raum immer treu geblieben sind. Je mehr Leute dazukamen, um so mehr konnten die engagierten Fans auf die Beine stellen, umso weiter wurden die Auswärtsfahrten und umso größer die Sicherheit: "You'll never walk alleng."

Die Namensfindung der "Auslands-Alemannen" geschah natürlich mit Bedacht: "Der Alemannia gehört unsere Liebe, das "Kölsche" beschreibt unsere Wahlheimat am Rhein und die fröhlich, tolerante Lebenseinstellung." Aachen-Fanclubs, die nicht in der Kaiserstadt beheimatet sind - noch sind sie sicher die Ausnahme. Doch die Kölschen Alemannen sind überzeugt: "Es gibt bestimmt im Kölner Raum und in anderen Ecken der Republik noch viel Fanpotential der Alemannia und wir möchten alle, die immer noch alleine im Zug oder über die Autobahn Richtung Tivoli tingeln, ermutigen, sich Gleichgesinnte zu suchen - es lohnt sich".